MB Microvision

Das erste Computer Spiel-System für unterwegs! Zehn Jahre vor dem Gameboy war die Handheld-Komsole von MB Electronics seiner Zeit weit voraus. Wahrscheinlich zu weit. Bei dem mir vorliegenden Modell handelt es sich um eines der ersten Geräte, betrieben mit zwei 9V-Blöcken. Der Konsole liegt das Modul Nummer 1 Blockbuster bei, eine einfache Breakout Variante. Ebenso eine Tasche aus Lederimitat, mit schöner Prägung versehen. Die jungfräuliche Garantiekarte und der Kartoneinleger fürs Batteriefach runden das Paket ab. Das LCD-Display mit seinen 16×16 Pixeln lässt natürlich keine realitätsnahe Grafik zu, auch der Sound ist eher karg. Trotz alledem ist die MB Microvision recht selten zu finden, von daher lohnt es sich das Gerät in der Sammlung zu begrüßen.

Microvision war das erste Handheld mit auswechselbaren Spiel-Modulen. Es wurde 1979 von der US-amerikanischen Firma Milton Bradley (MB) veröffentlicht. Das Gerät wurde von Jay Smith entwickelt, der später auch die Computer-Spielkonsole Vectrex für MB entwarf.Das Konzept des Microvision war eine Kombination aus einem Cartridge-System und einem Handheld-Spiel, das schnell nach der Veröffentlichung zu einem Erfolg wurde. Schon im ersten Jahr machte man mit dem Microvision einen Umsatz von 8 Millionen US-Dollar. Doch durch die Einschränkungen des Systems – wenige Spiele, einen kleinen LCD-Bildschirm und fehlende Speichermöglichkeit für den Spielstand – wurde das System schnell von der Konkurrenz überholt, so dass die Produktion des Gerätes 1981 eingestellt wurde.Die ersten Spiel-Module wurden mit den Prozessoren Intel 8021 und Texas InstrumentsTMS1100 aufgebaut. Durch die Veränderung der Einkaufspolitik der Firma Milton Bradley wechselte man vollständig auf die TMS1100 Prozessoren. Der TMS1100 war eine leistungsschwächere Komponente, bot aber einen größeren Speicher und weniger Energieverbrauch. Die ersten Versionen des Microvision brauchten zum Betrieb noch zwei 9-Volt-Batterien. Durch die Verwendung des TMS1100 konnte eine Batterie zur Versorgung des Gerätes eingespart werden. Da die Kosten für die Veränderung des Gehäuses hin zu nur einem Batterieschacht zu groß waren, ließ Milton Bradley den zweiten Schacht bestehen und beschrieb ihn in der Anleitung als Fach für eine Ersatz-Batterie. (Quelle: Wikipedia)

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