Videopac C 7010

Ein ganz besonderes Modul, oder besser gesagt Hardwareerweiterung, ist das Videopac C 7010 Schachmodul. Es erschien bereits 1982 und rüstet die Philips Videopac G 7000 oder G 7400 Konsolen zu einem vollwertigen Schachcomputer auf. Da der damalige Preis zwischen 300 DM und 400 DM lag, waren die Verkaufszahlen nicht sonderlich hoch.
Die Hardware befindet sich nicht alleine auf dem kleinen Steckmodul, sondern in einem Gehäuse, das in die Lüftungsgitter der Konsole eingehängt wird. Da das G7000 nicht genügend Speicher und Rechenleistung für ein Schachprogramm hatte, entschied sich Philips das Schach-Modul mit einem Add-On Computer Modul das auf der G 7000 Konsole sitzt, auszustatten. Das Modul erhält die 5V Spannung und 300mA Strom von der Konsole. Das Schachprogramm, das von dem Holländer Wim Rens stammt, sitzt in einem 8244 EPROM auf der Recheneinheit und ist mit dem Datenbus der C 7010 CPU verbunden. Die zusätzliche Rechenleistung wird von einem NSC800 8Bit CMOS Prozessor der mit 4.43 MHz läuft, zur Verfügung gestellt.
Abgesehen von einigen Logik-Chips gibt es noch zwei MM82PC12N und einen leeren Sockel. Dieser Sockel wurde nicht benutzt und es wird vermutet, das noch andere Versionen geplant waren – evt. mit mehr Speicher.
In dem Steckmodul befindet sich ebenfalls ein ROM und ist nur für die Tastaturein- und Grafikausgabe auf dem G7000 zuständig.

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Wichtel 2017

Beim Forum64 Wichteln mitzumachen, gehört für mich seit Jahren zu Weihnachten dazu. Leider habe ich dieses Jahr mit dem mir zugesandten Wichtelpaket den Zonk gezogen. Zu meiner Überraschung hat mir jedoch ein guter Retrobekannter nun doch noch eine riesengroße Freude bereitet. Ich staunte nicht schlecht, als gestern die freundliche Dame von der Post ein Paket mit folgendem Inhalt überbrachte:

Atlantis von Imagic für die Philips G7000 Konsole in kompletter Originalverpackung!

Dieses Spiel suche ich wirklich schon seit sehr langer Zeit. Mit dem Modul verbinde ich eine konkrete Kindheitserinnerung, nämlich das Weihnachtsfest 1983. Von meinen Eltern bekam ich aus dem Quelle-Katalog die Philips G7000 Konsole geschenkt und vom Weihnachtsgeld der Tanten und Onkel kaufte ich mir dann im Karstadt Atlantis. Das Titelbild auf der Verpackung faszinierte mich total, das waren früher noch echte Kunstwerke die die Fantasie anregen. Nachdem ich 1985 meinen ersten Heimcomputer zu Weihnachten bekam, wurde Konsole samt Spielen leider verkauft.

DIE Überraschung ist dir wirklich gelungen Thomas. Du hättest mir zu Weihnachten keine größere Freude machen können.

Imagic Atlantis für G7000

Imagic Atlantis für G7000

Die erste ihrer Art

Nach dem ich mich vor Jahresfrist von meiner SABA Videoplay Konsole getrennt hatte, merkte ich recht schnell das dies wohl voreilig und unüberlegt war. Diese Videospielkonsole muss man einfach haben. Denn es ist die erste Ihrer Art, die erste mit wechselbaren Steckmodulen bzw. wie es bei SABA heißt, Cassetten. Bereits 1976 in den USA als Channel F von Fairchild vertrieben, kam das Gerät bei uns Ende der Siebziger von SABA als Lizenznachbau mit dem Namen Videoplay auf den Markt. Seltener sind die baugleichen Konsolen von Nordmende namens Teleplay und ITT namens Telematch. Bis heute ein Novum und für mich mit das herausragendste Merkmal sind die mit der Basis fest verbundenen Steuereinheiten mit der prägnanten Bezeichnung Spielepilot. Der obere Teil lässt sich in alle Richtungen bewegen, dabei sogar herunterdrücken und hochziehen. Als Krönung des Ganzen lässt sich das dreieckige Oberteil sogar noch nach rechts und links drehen. Viele Spiele unterstützten all diese Funktionen. Ein Spielgefühl der ganz besonderen Art stellt sich dabei ein. Unter einer Klappe auf der Konsolenoberseite dient ein großes Fach als Garage für die Spielepiloten. Wer einmal die SABA Videoplay angehoben hat, dem fällt direkt das hohe Gewicht auf. Die SABA dürfte wohl auch die schwerste aller Videospielkonsolen sein. Per Zufall gelangte ich nun an diese absolut neuwertige Konsole, welche fast keine Gebrauchsspuren aufweist und tadellos funktioniert. Ein Highlight in der Sammlung! Darüber hinaus waren noch die Cassetten Nummer 1 bis 10 dabei, alle in OVP mit der passenden Bedienungsanleitung.

Philips ES2203 Telespiel

Philips ES 2203

Philips ES 2203

Neu in der Sammlung ist eines der ersten Telespiele, die Mitte der 70er auf den Markt kamen – das Philips Elektrospiel 2203! Das Gerät ist neu und bislang unbenutzt, inklusive OVP und Dokumentation. Es liefert ein s/w-Bild und bietet diverse Pong-Spielmodi für 1 und 2 Spieler. Hierbei sind Ballgeschwindigkeit, Abprallwinkel und Schlägergröße einzustellen. Ein schönes Teil im coolen Design finde ich.

Amstrad GX4000

Amstrad GX4000 NOS

Amstrad GX4000 NOS

Ich habe eine nagelneue Amstrad GX4000 Konsole günstig erworben. Die Konsole kam in einer sehr gut erhaltenen und noch ungeöffneten OVP inklusive komplettem Zubehör und allen Schutzfolien. Beim NT handelt es sich um die 2-polige Variante und es lag eine Garantiekarte in spanischer Sprache bei, was darauf schließen lässt das die Konsole einst für den dortigen Markt bestimmt war.
Die GX4000 wurde als Home Entertainment System angepriesen und 1990 in Europa veröffentlicht. Es war ein zu später Versuch seitens Amstrad mit einer auf CPC(Plus)-Technik basierenden Konsole auf dem Markt Fuß zu fassen – ähnlich erging es dem C64GS von Commodore.

Commodore C64 Games System

Vom gleichen Sammler, von welchem ich den Fehlfarben-C64 erhielt, habe ich nun noch ein weiteres interessantes Exponat für meine Sammlung bekommen – ein komplettes C64 Games System, Commodores verspäteter Versuch den C64 auf dem Konsolenmarkt zu etablieren.

  • Bei der Platine kam die letzte produzierte C64-Platine 250469 Rev.B (C64E) zum Einsatz.
  • Der Expansionsport wurde um 90° nach oben versetzt. Die Steckmodule werden jetzt oben eingesteckt.
  • Die beiden Controlports, die Audio-/Videobuchse, die Antennenbuchse und die Netzbuchse sind ähnlich wie beim C64 ausgeführt.
  • Userport, IEC-Bus und Kassettenport sind zwar auf der Platine noch vorgesehen, jedoch gibt es keine entsprechenden Gehäuseöffnungen.
  • geändertes KERNAL/BASIC-ROM

Bei diesem C64GS handelt es sich um eine Reproduktion mit originalem Kernel Rom. Der Cheetah Annihilator Joystick besitzt einen weiteren unabhängigen Feuerknopf, das originale Spielmodul (512kB) beinhaltet vier Spiele: Flimbo’s Quest, Fiendish Freddy’s Big Top O’Fun, Klax und International Soccer. Netzteil, Dokumentation und Commodore Gewährleistungskarte komplettieren das Paket.

Die Spielekonsole C64 Games System (kurz: C64GS) erschien Ende 1990 für rund 100 Pfund in England.
Das große Ziel von Commodore war es, auch im Konsolenmarkt Fuß zu fassen. Diese Absicht schlug jedoch grundlegend fehl. Obwohl die Konsole auch in Deutschland für rund 300 Mark angekündigt wurde, kam diese jedoch nie in Deutschland auf den Markt.

Produzierte Geräte:
ca. 80.000 davon aber nur ca. 25% verkauft (ca. 20.000), der Rest wurde wieder zu C64 umgebaut!

Atari 2600 Junior White Edition

Die Atari 2600 Junior Konsole ist die letzte Revision und am häufigsten verkaufte Variante der Atari 2600 Modellreihe. Bei dieser Sonderedition handelt es sich um ein generalüberholtes Gerät dieser Serie im eigenem Design, ausgestattet mit aktueller Technik sowie einjähriger Garantie!

Der HF Ausgang wurde nach dem Vorbild der letzten Baureihe seitens Atari durch ein SCART Kabel mit Composite Signal ersetzt und liefert ein hervorragendes Bild dank des exklusiven AV Plus Videoumbaus. Das Audio Signal wird in glasklarem Stereo ausgegeben. Hierzu wurde der bewährte „Simple Stereo“ Umbau verwendet, der das Signal mit Hilfe eines Mikroprozessors von Mono in Stereo wandelt. Der Ton kann aber auch durch den früheren Kanalwahlschalter jederzeit wieder auf Mono umgeschaltet werden.

Das Gehäuse wurde teilweise Weiss lackiert und die Funktionstasten sowie die Blende in Silber / Chrom  ausgeführt. Die Betriebsanzeige befindet sich gegenüber dem Serienmodell versteckt im Einschalter, d.h. erst während des Betriebs ist die LED sichtbar und leuchtet im RGB Farbspektrum! Ein nettes Gimmick nebenbei und wahrer Eyecatcher.

Als besonderes Highlight ist der Nunchuk Controller in Schwarz/Silber zu erwähnen, der mit dem 9 poligen Anschlußstecker direkt an der Konsole betrieben werden kann. Es ist kein weiterer Adapter nötig. Zur Konsole gehört eine hochwertige, mit Schaumstoff ausgekleidete Box. Die Auflage ist auf 10 Geräte limitiert. Ich bin im stolzen Besitz der Seriennummer 02/10, ein entsprechendes Zertifikat weißt dies aus. Für die Stromzufuhr sorgt ein modernes Schaltnetzteil mit Betriebsdiode. Ich bin hellauf begeistert von diesem rundum gelungenen Komplettpaket!

Fazit: Falls sich jemand eine exklusive Retro-Konsole mit aktueller Technik für grenzenlosen Spielspaß auf einem modernen Flachbildfernseher zulegen möchte, sollte er hier zuschlagen.