MB bigtrak

Bigtrak ist ein programmierbares, elektronisches Spielzeugauto, das von der Milton Bradley Company (MB Spiele) ab 1979 in Deutschland vertrieben wurde. Zusätzlich konnte ein Muldenkipp-Anhänger erworben werden, der auf Programmbefehl die Last abkippt.
Bei dem MB Bigtrak handelt es sich um ein dreiachsiges Fahrzeug, das äußerst futuristisch gestaltet ist. Auf dem Dach des ca. 15 cm hohen Fahrzeuges befindet sich ein Folientastatur-Keypad, mit dem man das Gerät programmieren kann. Bis zu 16 Schritte können in das Gerät einprogrammiert und abgespeichert werden. Außerdem kann man die Laserkanone im Frontbereich abfeuern! Nach dieser Programmierung bewegt sich das Fahrzeug dann in die entsprechenden Richtungen fort und legt vorher eingestellte Strecken zurück.
Es gab mehrere Klone des Bigtrak, welche im Ostblock hergestellt und vertrieben wurden. Im Gegensatz zur weißen europäischen Version war die US-Version in silbergrau gefertigt.
Der damalige Verkaufspreis lag inflationsbereinigt bei über 150 EUR, daher landete es auch nicht, trotz jährlichem Spitzenplatz auf meiner Wunschliste, unterm Weihnachtsbaum. Aber jetzt habe ich mir den Kindheitstraum endlich erfüllt!

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dk´tronics Speech Synthesizer für den CPC

dk´tronics Speech Setup am CPC 464

dk´tronics Speech Setup am CPC 464

Wie lange habe ich auf diesen Moment gewartet? Tage, Wochen, Monate, Jahre – sogar Jahrzehnte! Endlich darf ich wieder den dk´tronics Speech Synthesizer mein Eigen nennen! Wenn auch nur die Version mit Software auf Kassette, damals in den 80ern hatte ich die ROM-Version. Alleine die Hardware mit den zwei Lautsprechern wertet den Schneider CPC unheimlich auf. Was da aus den Boxen ertönt, ist richtig klasse und kein Vergleich mit dem werksseitig eingebauten, mickrigen Lautsprecher.
Das Sprachsynthesizer-Centronics-Interface hat das klassische dk‘ tronics – Gehäusedesign, mit einem Kabel wird es an den Stereo-Ausgang des CPC angeschlossen. Die mitgelieferten Lautsprecher werden links und rechts an den entsprechenden Buchsen eingesteckt. Des weiteren gibt es einen Lautstärkeregler auf der rechten Seite, die Balance kann mit einem kleinen Schraubenzieher durch ein Loch unterhalb dieses Reglers justiert werden. Bei der ROM-Version erscheint die Meldung „Speech ROM Ver. 1.1“ auf dem Einschaltbildschirm.
Dk’tronics hat die Anbieter der Lautsprecher mehr als einmal gewechselt, daher gibt es mehrere verschiedene Versionen der Lautsprecher, einschließlich einer Version mit einem schwenkbaren Halter für die Wand- oder Tischmontage.
Anbei noch der Link zum Herunterladen der originalen, englischsprachigen Anleitung: Speech Programming Manual

Grafik-Commander 64

Grafik-Commander 64 (1983)

Grafik-Commander 64 (1983)

Ein eher seltenes Peripheriegerät für den C64 ist der Grafik-Commander 64, ein offizielles Commodore Produkt aus dem Jahr 1983. „Videografik am Computer leicht gemacht“ verspricht das Handbuch. Das Tablet wird einfach am Joystickport des Commodore 64 angeschlossen, ein zusätzliches Interface wird nicht benötigt. Die dazugehörige Software auf Modul ist eher einfach gestrickt und das Übertragen einer Grafik ist recht grobpixelig. Die Grafikvorlage wird hierbei auf dem Tablet fest eingespannt und mittels der Spitze am Führungsarm nachgezeichnet. Ein baugleiches Gerät namens „Super Sketch“ wurde von einem Dritthersteller vertrieben.

The Electric Studio Light Pen

Neben dem relativ bekannten dk´Tronics Light Pen für den CPC gibt es noch eine weitere Version aus dem Hause Electric Studio. Diese kam sogar noch früher auf den Markt und kommt ohne spezielles Interface aus, der Light Pen wird direkt an den Centronics-Port auf der Rückseite des CPC angeschlossen. Die mitgelieferte Software auf Kassette liegt in zwei Versionen vor: eine Color-Variante zum Betrieb mit dem Farbmonitor auf Seite A und eine B/W-Variante zum Betrieb mit dem Schneider Grünmonitor auf Seite B.
Die Bedienung des Grafikprogrammes ist dabei sehr gut gelungen, die Piktogramme und Pulldown-Menüs klar und verständlich dargestellt. Auch hardwareseitig ist der Light Pen feinfühliger und genauer als das dk´Tronics Gerät.
Kurz nach Erscheinen des Paketes kam eine MKII-Version heraus, von daher ist dieser Light Pen recht selten anzutreffen und eine kleine Rarität.

Softwarepiraterie oder einfach nur Spiele tauschen?

Tauschlisten Schneider CPC

Tauschlisten Schneider CPC

Beim Durchstöbern der Homecomputer-Zeitschriftensammlung im Keller bin ich auf stapelweise Briefe mit Spielelisten gestoßen. Wenn man damals Mitte der 80er Jahre einen Schneider CPC sein Eigen nannte, stand man damit im Dorf so ziemlich alleine da – denn alle anderen Freunde besaßen einen Commodore 64. Manchmal auch einen Atari XL, mit dem CPC stand man da einsam auf weiter Flur. Auf dem Schulhof sah das nicht anders aus. Auf die Dauer wurde das Abtippen der Listings aus den CPC-Heften langweilig und es mussten die „richtigen“ Spiele her. Das spärliche Taschengeld reichte höchstens für einen Mastertronic-Titel im Monat. Aber es gab ja noch den Kleinanzeigenbereich in den Homecomputer-Magazinen. Nach dem Aufgeben einer solchen unter dem Begriff „Tausche Spiele“ flatterten Unmengen an Briefen ins Haus. Die Prozedur konnte zum Beispiel so ablaufen: Man kopierte nach Möglichkeit zwei, drei Kassetten voll mit Spielen die dem Anderen noch fehlten und schickte diese mit Wünschen, die man auf der Liste (meist handschriftlich oder mit Schreibmaschine verfasst, einen Drucker hatten die Wenigsten) ankreuzte, zum Tauschpartner und bekam ein paar Tage später die Kassetten zurück. Das funktionierte sogar über die Grenzen von Deutschland hinaus. In dieser Zeit war so manch Jugendlicher samstags früh Stammgast in der kleinen Dorfpostfiliale. Einige der Kassetten gibt es heute noch. Vielleicht werde ich bei Gelegenheit einfach mal einige Adressen auf den Listen von damals anschreiben, was aus ihrem Hobby geworden ist und werde berichten.

Das Computer Corner Buch

Computer Corner Buch (Falken Verlag 1986)

Computer Corner Buch (Falken Verlag 1986)

ZDF Computer Corner – die Sendereihe aus der Mitte der 80er Jahre hat für viele absoluten Kultstatus, mich inbegriffen. Ich verpasste glaube ich keine einzige Folge und saß mit großen Augen vor dem Grundig Holzdekor Fernseher.
Durch die Sendung führte Moderatorin Biggi Lechtermann, für die Interviews und Messebesuche war Klaus Möller zuständig. Das Ganze wurde dann Samstag nachmittags um 16:04 Uhr ausgestrahlt, ich kann mich noch gut an die legendären Spieleduelle erinnern. Das Publikum verteilte sich im Fernsehstudio auf eine rote und eine gelbe Tribüne, je eine Person davon spielte gegen die andere. Dies geschah an zwei farblich passenden Computertischen und konnte auf einem zentralen großen Bildschirm verfolgt werden. Auch die Spieletests wurden von mir sehnlichst erwartet, es gab ja zu dieser Zeit noch kein Internet und da war das TV mit die wichtigste Informationsquelle. Oftmals wurden die Spiele von Biggi persönlich mit dem Joystick in der Hand live im Studio angespielt und das Publikum fieberte mit ihr mit. Ganz besonders ist mir dabei das Werner Spiel im Kopf hängen geblieben. Speziell auch die Studiogäste, so wurde zur Vorstellung des Strategiespieles „Airline“ eine Stewardess von American Airlines eingeladen.

Das Buch zur Sendung „Die 33 besten Computer Programme“ wurde fleißig in der Sendung beworben. Zitat von Klaus Möller damals: „Ihr könnt es zum sagenhaften Preis von Vierzehn Mark Achtzig beim Buchhändler um die Ecke besorgen.“

Ich hatte es mir damals schon immer gewünscht. Nun bin ich glücklicherweise endlich fündig geworden und habe ein noch ungelesenes Exemplar ergattert. Ein Stück Zeitgeschichte wie ich finde!

Nach dem Lesen des Buches habe ich, auf vielfachen Wunsch, eine kleine Rezension geschrieben. Viel Spaß beim Lesen:
Rezension Computer Corner Buch

 

Commodore 1541

Die VC-1541 ist als Nachfolgelaufwerk der VC-1540 konzipiert und ist zu ihr fast identisch, funktioniert jedoch im Gegensatz zur VC-1540 auch an einem C64. Das Gehäuse hat auf der Oberseite das Commodore-Logo eingeprägt. Es handelt sich um die Version mit Lüftungsschlitzen über die gesamte Unterseite.
Die VC-1541 besitzt auf der Vorderseite neben dem Disketteneinschub und der Laufwerksverriegelung (Knebel- oder „Garagentor“-Verschluß) noch zwei Leuchtdioden. Die rote Leuchtdiode dient der Funktionsanzeige. Sie blinkt, wenn ein Disketten- bzw. Laufwerksfehler aufgetreten ist. Die grüne Leuchtdiode zeigt das Vorhandensein der Stromversorgung an. Auf der Geräterückseite befinden sich zwei Anschlüsse für serielle Datenkabel, der Netzschalter und der Netzanschluss.
Die Datentransferrate von ca. 400 Byte/s ist mehr als bescheiden, kann aber mit entsprechenden Speedern, hardware- wie softwareseitig, auf über 10 KByte/s gesteigert werden.